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Datum
21.02.2020

Gehaltstrends 2020: Wo Sie am besten verdienen

Viele verschiedene Faktoren bestimmen unser Gehalt. Eine neue Studie zeigt: Besonders der Standort spielt eine wichtige Rolle. Die Top-Verdiener-Städte und Regionen in Deutschland.

Die Höhe des Gehalts hängt nicht nur von den individuellen Qualifikationen und Leistungen ab, sondern auch davon, in welcher Stadt beziehungsweise Region man in Deutschland arbeitet. Das hat eine aktuelle Gehälterstudie 2020 des Personaldienstleisters Robert Half ergeben. Danach stiegen die Gehälter in den vergangenen zwei Jahren besonders stark in Berlin an. „Die Hauptstadt hat sich zum Top-Standort für internationale Fachkräfte, die Digitalwirtschaft sowie IT-Unternehmen und Start-Ups entwickelt. Das macht sich auch in der Höhe der Gehälter deutlich bemerkbar“, sagt Emine Yilmaz, Direktorin bei Robert Half.

Gehaltsplus: Großstädte weit über dem Durchschnitt

Spitzenreiter bei den Gehältern sind für 2020 – wie bereits in den vergangenen Jahren – Frankfurt, München und Stuttgart. Dort verdienen Angestellte zwischen 10 und 14 Prozent über dem Bundesdurchschnitt. Mehr Gehalt bedeutet in den genannten Großstädten allerdings nicht zwangsläufig mehr Geld zum Leben. „Denn gerade in München, Stuttgart und Berlin sind die Lebenshaltungskosten und vor allem die Mieten vergleichsweise hoch beziehungsweise in letzter Zeit stark gestiegen“, gibt Yilmaz zu Bedenken.

Generell ist laut Zahlen der Bundesagentur für Arbeit auch nach wie vor ein starkes Gehaltsgefälle zwischen Ost- und Westdeutschland zu verzeichnen – quer durch alle Qualifikationen. So verdienen beispielsweise Fachkräfte und Spezialisten im Westen rund 30 Prozent mehr als im Osten. (siehe Grafik)

Gehaltsgefälle zwischen Ost und West

Mobilität: Für wen sich Pendeln lohnt

Unterdurchschnittlich sind die Gehälter im Bundesvergleich nicht nur im Osten, sondern auch in kleineren westdeutschen Städten wie Bonn, Essen oder Mannheim. „Wer mobil und flexibel ist, kann einen Umzug in Betracht ziehen – und sich deutschlandweit auf besser bezahlte Jobs bewerben“, sagt Gehaltsexpertin Yilmaz. Gerade junge Fach- und Führungskräfte würden häufig pendeln – und sich beispielsweise in der Job-Stadt ein kleines Appartment suchen. „Viele Arbeitgeber bieten mittlerweile auch sehr flexible Arbeitszeitmodelle an, bei denen gefragte Mitarbeiter und Fachkräfte zum Beispiel nur drei oder vier Tage vor Ort im Büro sein müssen – und die restlichen Tage in der Heimat im Home Office arbeiten“, sagt Yilmaz. Alles eine Frage der Verhandlung.

Gehaltsplus 2020: Das ist mehr drin

Neben dem Standort hat auch die Branche einen großen Einfluss darauf, wie offensiv Arbeitnehmer 2020 über mehr Gehalt verhandeln können. So haben vor allem IT-Fachkräfte gute Karten bei der Gehaltsverhandlung. "Mindestens drei bis fünf Prozent sollten im Schnitt drin sein“, sagt Yilmaz. Bei einem Jobwechsel könnten Arbeitnehmer sogar deutlich mehr rausholen.

Die Gehaltsexpertin rät, nicht nur auf mehr Gehalt zu pochen, sondern auch offen für andere Benefits zu sein. „Viele Arbeitgeber wollen das Gehaltsgefüge im Unternehmen oder in einem Team nicht durch zu starke Unterschiede und Erhöhungen durcheinander bringen“, erklärt Yilmaz. Extras wie ein Firmenwagen, eine bezahlte Mitgliedschaft im Fitness-Studio oder auch eine betriebliche Krankenzusatzversicherung sind dagegen oft noch drin.

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